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Altcoins: Cardano (ADA) lässt 67 Prozent der Anleger im Regen stehen

Der Altcoin Cardano (ADA) rutscht immer weiter in Richtung der psychologisch wichtigen 1 US-Dollar-Marke ab, weshalb sich inzwischen eine Vielzahl an Anlegern mit drohenden nicht realisierten Verluste konfrontiert sieht.

Die Kryptowährung ADA hatte eine schlechte Woche, denn seit Montag ist der Cardano Kurs um 11,4 % gefallen. Viel schlimmer noch: Im Vergleich zum Rekordhoch vom 2. September, das bei 3,09 US-Dollar lag, befindet sich ADA nun satte 64,7 % im Minus. Zudem droht nun auch noch der Absturz unter 1 US-Dollar, falls sich der rasante Abwärtstrend von Cardano fortsetzt.

Auch für die Anleger ist diese Entwicklung ziemlich besorgniserregend, denn laut dem „In/Out of the Money Indicator“ von IntoTheBlock hätten 67 % der Anleger nach aktuellen Stand Verluste mit ihrer Investition in den Altcoin gemacht. Lediglich ein Viertel dürfte sich über Gewinne freuen, während 9 % immerhin den Kostendeckungspunkt (Break-Even-Point) erreichen.

Für die Berechnung dieser Kennzahlen setzt der Indikator den durchschnittlichen Preis aller Cardano-Investitionen ins Verhältnis zum aktuellen ADA Kurs, der zurzeit bei 1,09 US-Dollar liegt.

Demnach befinden sich 3,41 Mio. Cardano-Wallets im roten Bereich, nur 1,25 Mio. Wallets wären im grünen Bereich.

Kennzahl In/Out of the Money für Cardano. Quelle: IntoTheBlock

Eine verwandte Kennzahl ist die Dauer, über die die Kryptowährung von den Anlegern gehalten wird. Der Großteil (76 %) der ADA-Anleger besitzt den Token zwischen 1 bis 12 Monaten, nur 11 % der Krypto-Anleger ist schon seit mehr als einem Jahr dabei. Interessanterweise sind es letztere, die nun nicht von den drohenden Verlusten betroffen sind. Das langfristige Halten scheint sich also auch in diesem Fall bezahlt zu machen, während kurzfristige Investitionen abgestraft werden.

Aus Sicht der technischen Kursanalyse ist ADA aktuell ganz klar im Abwärtstrend und könnte zurück bis auf das bisherige Jahrestief von 0,80 US-Dollar abstürzen, das bereits Mitte März erzielt wurde. Durch diesen Einbruch würden unweigerlich noch mehr Anleger in den roten Bereich rutschen.

Der Hintergrund hinter dem rapiden Wertverfall der beliebten Kryptowährung ist wahrscheinlich, dass die lang ersehnte Einführung von Smart Contracts auf dem Blockchain-Netzwerk nicht die hohen Erwartungen der Community erfüllt hat. So ist Cardano in Sachen Dezentralisierten Apps (DApps) auch hinterher noch immer eine regelrechte Wüste, denn wie DefiLlama zeigt, sind nur zehn DeFi-Projekte auf dem Netzwerk angesiedelt, die gerade einmal auf einen angelegten Gesamt wert (Total Value Locked) von 233 Mio. US-Dollar kommen.

Nichtsdestotrotz ist Cardano-Gründer Charles Hoskinson weiterhin davon überzeugt, dass nach der Vasil-Hardfork im Juni viele neue DApps auf der Plattform durchstarten werden. In den nächsten Phasen soll der Fokus allen voran auf Skalierbarkeit und die Weiterentwicklung von Smart Contracts gelegt werden, wobei die Hoffnungen besonders auf einer neuen Technologie namens Hydra ruhen.

Viele andere Fundamentaldaten von ADA sind jedoch nach wie vor stark. So hat zum Beispiel die Netzwerk-Nachfrage Anfang des Jahres ein neues Rekordhoch erzielt, als die groß gehypte Dezentralisierte Kryptobörse (DEX) SundaeSwap an den Start gegangen ist.

Laut den Krypto-Marktforschern von Santiment war Cardano zudem das am meisten entwickelte Projekt im Jahr 2021. Außerdem wurden in dieser Woche Cardano NFT-Anleihen vorgestellt, die den Anlegern noch ein zusätzliches Investitionsvehikel eröffnen.

Sofern ADA jedoch nicht schnellstens die Kurve kriegt, wird der Cardano Kurs noch weiter fallen und umso mehr Anleger mit sich in die Tiefe reißen.

   

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