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Bei Monero ist vieles anders als bei anderen Kryptos – doch reicht das als Erfolgsrezept?

  • Der Privacy Coin Monero (XMR) könnte Probleme mit den Regulierungsbehörden bekommen, paradoxerweise wegen seines verbesserten Datenschutzes.
  • Doch seit 2021 gibt es Zugeständnisse im Hinblick auf regulatorische Interessen und dieses Jahr werden noch interessante Updates erwartet, die die BlockchainLeistung verbessern sollen.

Von Privacy-Coins hört man man meist nicht viel, und das gilt auch für Monero. Doch das könnte sich bald ändern, denn das Monero-Team arbeitet in aller Stille an wichtigen Entwicklungen. Im Gegensatz zu anderen öffentlichen Blockchain-Netzwerken können die Kunden beispielsweise die Transaktionsadressen und Transaktionssummen auf der Monero-Blockchain sehen.
Obwohl das viele Regulierungsbehörden sicherlich verärgert, unterstützen XMR-Anleger das Projekt weiterhin. Die Monero-Blockchain implementiert nun etwas, das sich RingCT nennt und die Transaktionsbeträge verbirgt. Ein Teammitglied von Coin Bureau führt uns durch einige wichtige Entwicklungen auf der Monero-Blockchain. Doch zuvor wollen wir einen Blick auf Monero-Entwicklungen von 2021 werfen.

Rückenwind und Gegenwind

Letztes Jahr gab es einige wichtige Updates für die Monero-Blockchain. Zunächst erwog der weltweit größte digitale Vermögensverwalter Grayscale, einen Monero-Fonds anzubieten. Das bedeutet, dass es eine wachsende institutionelle Nachfrage nach XMR gab. Doch den Fonds gibt es bis jetzt nicht, und Grayscale hat sich nicht öffentlich festgelegt, ob er nun kommt, oder nicht.
Im August 21 kamen die lang erwarteten Atomic Swaps auf die Monero-Blockchain. Diese geben den Kunden seitdem die Möglichkeit, ihre Bitcoins in Moneros XMR zu konvertieren. Außerdem ist dafür kein zentraler Börsenplatz erforderlich.
Ebenfalls im August gab das Blockchain-Tracking-Unternehmen CipherTrace bekannt, man habe Tools entwickelt,  um Regulierungsbehörden verbesserte Monitoring-Instrumente für Monero zu bieten. Die stellen allerdings nur Wahrscheinlichkeiten und mögliche Trends fest und liefern keine präzisen Ergebnisse.
Im November 21 stellte die Kryptobörse Kraken bekannt den XMR-Handel ein. CRO Jesse Powell erklärte, dass die Entscheidung ohne äussere Einflüsse aus freien Stücken getroffen wurde. Sie sei zustandegekommen, als Kraken ein Unternehmen namens Crypto Facilities aufkaufte, und man habe sich keinen Ärger mit der FCA-Regulierungsbehörde einhandeln wollen.

Ausblick und Roadmap für 2022

Obwohl Monero von der Rallye des Kryptomarktes 2021 profitierte, lösten sich die Gewinne schnell in Luft auf. Außerdem distanzierten sich die viel Börsen von XMR, was dessen Liquidität beeinträchtigte. Der XMR-Kurs stürzte daraufhin ab und erreichte Anfang dieses Jahres einen Tiefstand von 140 US-Dollar, bevor er sich innerhalb eines Monats wieder aufrappelte und verdoppelte. Der schnelle Kursanstieg wird darauf zurückgeführt, dass aufgrund der jüngsten geopolitischen Unruhen mehr Menschen Monero halten.
Ein Blick auf die zukünftige Roadmap zeigt, dass das Monero-Netzwerk bis Juni die Tail-Emission einführen wird. Dies bedeutet, dass die Block-Prämien auf 0,6 XMR pro Block fallen werden. Außerdem ist positiv, dass die Monero-Community einen Konsens für die Hardfork im Juli erreicht hat.

Mehr zum Thema: Privacy Coin Monero (XMR) steigt nach Ankündigung der Hardfork um 22%

Eine weitere wichtige Verbesserung ist die Erhöhung der Ringgröße von derzeit 11 auf 16. Das ist die Vergrößerung der Köder, die in den Ringsignatur-Transaktionen verwendet werden.
Darüber hinaus bereitet sich Monero auf die Implementierung von „Bulletproof Plus“ vor. Monero war die erste Blockchain, die Bulletproofs implementierte, was zu einer dramatischen Verbesserung der Netzwerkeffizienz führte. Bulletproof Plus wird eine weitere Verbesserung bewirken durch kleinere Proof-Größen, schnellere Proof-Erzeugung und schnellere Verifizierung. Es wird außerdem zu noch einfacheren Transaktionen führen.
Später könnte Monero an der nächsten Iteration seiner Blockchain Monero 2.0 arbeiten. Doch die Kunden müssen darauf vorbereitet sein. Wenn die Regulierungsbehörden ihre Kontrolle des Kryptomarkt ausweiten, könnten weitere Kryptobörsen Monero aus dem Handel nehmen.

   

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