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Binance plant lizenzierte Niederlassungen in allen G7-Ländern und geht auf Bedenken wegen Geldwäsche ein

Binance könnte bald lizenzierte Einheiten in den G7-Ländern in Europa sowie den USA einrichten, sagte CEO Changpeng Zhao auf dem Crypto and Digital Assets Summit der Financial Times am 26. April. Der Schritt ist eine Abkehr von der bisherigen dezentralen Philosophie «keine Büros, kein Hauptsitz, keine Unternehmenseinheiten». Im Rahmen der neuen Strategie hat Binance kürzlich in den Nahen Osten expandiert.

Wir haben eine lizenzierte Niedarlassung in Abu Dhabi, Dubai, Bahrain und sehr bald auch in den G7-Ländern in Europa und den USA.

Changpeng Zhao, CEO von Binance

Die weltgrößte Kryptobörse wird einer traditionellen Unternehmensstruktur mit einer Holdinggesellschaft folgen, deren Standort noch bekannt gegeben werden soll. Zhao sagte, dass der Schritt hin zu einer traditionellen Struktur erforderlich ist, um einen einfachen Zugang zum traditionellen Bankwesen zu erhalten, damit die Kunden ihre Bankkonten nutzen und Fiat-Währungen abheben können.

Es ist ganz einfach: Binance ist eine zentralisierte Börse. Sie muss ein wenig zurückgehen und der traditionellen Struktur folgen.

Changpeng Zhao, CEO von Binance

Vorwürfe der Geldwäscherei

Zur Frage der Verringerung der Geldwäsche auf der Binance-Plattform sagte Zhao, dass es Missverständnisse gibt, dass Kryptowährungen für illegale Zwecke verwendet werden: «Bitcoin und die meisten Kryptowährungen sind extrem nachverfolgbar.» Erst letzte Woche hat Binance Vorwürfe zurückgewiesen, der russischen Regierung dabei geholfen zu haben, Krypto-Spenden an die Organisationen des russischen Oppositionsführers Alexej Navalny zu verfolgen.

Bitcoin und die meisten Kryptowährungen sind extrem nachverfolgbar. Wir arbeiten sehr eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen, um das zu unterbinden, so dass es heute sehr schwer ist, Kryptowährungen dafür zu verwenden, und die meisten Kriminellen wissen das bereits.

Changpeng Zhao, CEO von Binance

Datenschutz auf Blockchains

Adi Ben-Ari, CEO von Applied Blockchain, schließt sich den Gedanken von Zhao an: «Blockchains sind eigentlich überhaupt nicht privat. Sie sind vielmehr ein öffentlicher Raum.»

In den meisten Blockchains sind alle Konten (Adressen), Transaktionen, Beträge und Daten sichtbar und werden von einer Gruppe von Validatoren gemeinsam genutzt. Eines der größten Missverständnisse über die Blockchain ist, dass sie eine gute Technologie für die Verwaltung des Datenschutzes ist. Das Gegenteil ist der Fall.

Adi Ben-Ari, CEO von Applied Blockchain

Ben-Ari sagt, dass die Blockchain ein unvollkommener Ort zum Speichern von Daten ist, weil sie viele Male über verschiedene Knotenpunkte hinweg repliziert wird. «Das erhöht die Angriffsfläche, und die Mechanik der Blockchain ist darauf ausgelegt, die historischen Aufzeichnungen zu sichern, aber nicht, sie privat zu halten oder den Datenzugriff zu verwalten.»

Private Blockchains versuchen, Daten zu schützen, indem sie Mini-Blockchains zwischen einer sehr kleinen Anzahl von Parteien bilden, aber das untergräbt oft den grundlegenden Wert und Nutzen einer Blockchain. Es gibt einige großartige Technologien, um Blockchains um den Datenschutz zu ergänzen. Diese reichen von fortschrittlichen Kryptographietechniken wie Zero-Knowledge-Proofs bis hin zu sicheren Hardware-Servern.

Ben Ari sagt, dass das Produkt von Applied Blockchain, SilentData, es ermöglicht, datenschutzkonforme kryptografische Beweise über Daten in der Chain zu speichern, anstatt die Daten selbst zu speichern oder offenzulegen.

«Die einzigen Informationen, die in einer Blockchain gespeichert werden sollten, abgesehen von den öffentlichen Informationen über den Vermögenswert und sein Eigentum, sind Informationen, die die Geschäftslogik unterstützen, wann die Vermögenswerte übertragen werden sollen (Smart Contracts), und selbst dann wäre es besser, kryptografische Beweise über diese Daten zu speichern, anstatt die Daten auf der Chain zu speichern.»

   

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