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Bitcoin und Ethereum Prognose: So könnte sich der Kryptomarkt 2022 noch entwickeln

Wer vor genau einem Jahr Bitcoin oder Ethereum gekauft hat, befindet sich aktuell klar in der Verlustzone. So notiert BTC/USD im Jahresvergleich von 2022 und 2021 derzeit mehr als 20 Prozent im Minus und bei ETH/USD sind es immerhin knapp 17 Prozent weniger.

Noch deutlich schlechter sieht es für Anleger aus, die zum Zeitpunkt der Peaks eingestiegen sind. So weisen die Zahlen von coinmarketcap.com für den Bitcoin-Kurs ein Minus von 57 Prozent seit dem Rekordhoch von 69.000 Dollar am 10. November 2021 aus. Beim Ethereum-Kurs fällt die Korrektur von der Spitze bei 4.867 Dollar mit 60 Prozent sogar noch etwas höher aus.

Symmetrisches Dreieck: BTC auf 24.000 oder 35.000 Dollar?

Es sind also auf den ersten Blick nicht die besten Zeiten zum Kaufen von Bitcoin und Ethereum. Doch ist das wirklich so? Oder ergibt sich nicht gerade nach der großen Korrektur jetzt die Chance die Top-Kryptowährungen so günstig zu bekommen wie lange nicht und vielleicht in Zukunft nie wieder? Was können Anleger in 2022 noch vom Kryptomarkt und speziell von den Top-Coins erwarten? Eine Einschätzung.

Für eine Prognose lohnt sich zunächst eine technische Analyse der Kurse. Auf dem 1-Stunden-Chart von BTC/USD ist zu erkennen, dass der Kurs sich seit dem 9. Mai in einem symmetrischen Dreieck befindet. Die Widerstands- und Unterstützungsniveaus des Musters hat Bitcoin bereits mehrfach angetestet. Handelt es sich um eine valide Formation, ist mit einem Breakout bis spätestens zum 29. Mai zu rechnen.

Da der Bitcoin-Kurs das Muster aus einem Abwärtstrend hinaus geformt hat, ist nach der technischen Analyse eine Korrektur nach unten wahrscheinlicher, auch wenn es sich beim symmetrischen Dreieck grundsätzlich um ein neutrales Muster handelt. Das technische Preisziel könnte BTC/USD auf ein Niveau von 24.000 Dollar bringen und damit zugleich auf ein neues Jahrestief. Ein Breakout nach oben würde hingegen kurzfristig Preise von 35.000 Dollar in Reichweite bringen. Erfahrene Trader von Bitcoin könnten aus beiden Preisbewegungen Profite erzielen. Immerhin handelt es sich um eine mögliche Kursveränderung von 17 Prozent.

Chance für Trader: ETH/USD könnte bald 30 Prozent-Bewegung zeigen

Auf dem Ethereum-Chart zeigen die 1-Stunden-Kerzen ebenfalls ein symmetrisches Dreieck an. Hier liegt das bärische Preisziel bei rund 1.500 Dollar. Damit könnte der Ethereum-Kurs das All Time High aus dem Bullenmarkt 2018 als wichtige Support-Marke antesten. Ein bullischer Breakout könnte ETH/USD hingegen auf rund 2.400 Dollar katapultieren. Die mögliche Preisbewegung deutet damit auf noch weitaus größere Volatilität hin als bei BTC. Eine Gewinn oder Verlust von rund 30 Prozent in den nächsten Tagen scheint hier möglich.

Die Analyse der Stundenkerzen ist zwar nur für kurzfristige Preistrends relevant, aber die Richtung könne durchaus auch Anhaltspunkte dafür geben, ob sich der Bärenmarkt noch weiter hinziehen wird in 2022 und Käufer von Ethereum und Bitcoin noch mit tieferen Preisen rechnen müssen.

Wie reagiert Tesla bei weiterem Preisrutsch für Bitcoin?

Das wohl wichtigste Support-Niveau für Bitcoin liegt bei 20.000 Dollar. Zwar liegt der Kurs derzeit noch weit darüber, aber die extremen Korrekturen der vergangenen Monate zeigen, wie schnell es gehen kann. Spätestens bei 20.000 Dollar ist mit massiver Gegenwehr der Bullen zu rechnen, da in diesem Bereich extrem viele Order platziert sind.

Man stelle sich nur vor, was eine solche Mega-Korrektur für Auswirkungen auf den gesamten Kryptomarkt haben könnte. Denn große institutionelle Investoren wie Tesla und MicroStrategy, die Milliarden von Dollar in Bitcoin investiert haben, kommen dann plötzlich in eine extreme Verlustzone. Dies könnte Investoren verschrecken und zum Beispiel auch der Aktie von Tesla zusetzen, die ohnehin, wie fast alle amerikanischen Tech-Aktien, derzeit unter Druck steht und hohe Verluste in den letzten Monaten verbuchen musste.

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— Michael Saylor⚡️ (@saylor)

Aktuell befinden sich die Investitionen von Tesla und MircoStrategy hingegen noch im Bereich der Gewinnschwelle. MicroStrategy hat zwar schon beim 10.000 Dollar seine ersten BTC gekauft, aber durch weitere Zukäufe, etwa auch bei Preisregionen von 50.000 Dollar, den Durchschnitts-Einkaufspreis auf rund 30.000 Dollar angehoben. Elon Musk mit Tesla sind zu einem ähnlichen Preis in den Markt gekommen. Die (nicht realisierten) Gewinne von 100 Prozent und mehr, die die Konzerne, noch vor gut einem halben Jahr mit ihrem Bitcoin-Investment verzeichneten, sind in weiter Ferne.

Aus Sicht von Bitcoin Anlegern ist nur zu hoffen, dass es nicht zu einer weiteren großen Korrektur kommt. Denn diese könnte zum absoluten Härtetest für den Markt werden. Hier dürfte sich dann zeigen, ob die Big Player auch dann noch weiterhin zu ihrem Milliarden-Dollar-Investments stehen, wenn sie in tiefrote Zahlen rutschen.

Ein Verkauf ihrer Bitcoin-Bestände könnte zu weiteren Kursturbulenzen führen und den gesamten Kryptomarkt nochmals viel tiefer nach unten reißen. Denn es würde wohl auch das Vertrauen vieler Kleinanleger in ihre Investments zerstören, wenn etwa Tesla bekannt gibt, seine Bitcoins zu verkaufen. Panikreaktionen im Markt wären dann wohl vorprogrammiert.

Schlagen die Bullen schon bald zurück?

Noch ist dies allerdings nur ein Worst-Case-Szenario für Käufer von Bitcoin und Ethereum und es gibt durchaus auch gute Gründe, warum der Boden vielleicht schon (bald) erreicht ist und die Bullen wieder Stärke zeigen könnten. Gelingt den Kursen aus der genannten Formation ein Breakout nach oben, wäre dies ein erstes wichtiges Signal. Dann stehen die Chancen nicht so schlecht, dass Bitcoin unter Berücksichtigung der Korrektur aus dem Sommer 2021 einen bullischen doppelten Boden bilden könnte.

Zwar notierte BTC im Mai 2022 bereits tiefer als im Mai 2021, allerdings handelt es sich auf den größeren Zeitrahmen bisher nur um einen Docht, der nicht überbewertet werden muss. Eine W-Formation könnte Bitcoin im besten Fall auf ein Preisziel von mehr als 100.000 Dollar in den nächsten Monaten oder Jahren bringen. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg und um dieses Ziel zu erreichen, müsste Bitcoin das Rekordhoch von 69.000 Dollar übertreffen. Mit Blick auf die aktuelle Stimmung an den Finanzmärkten und der weltpolitischen Situation mit hoher Inflation und steigenden Zinsen, braucht es schon viel Optimismus, um bereits für 2022 ein neues All Time High für BTC oder ETH zu erwarten.

Vielleicht müssen Anleger hier noch mehr Geduld aufbringen. Die Analysten von Wallet Investor erwarten in den nächsten Monaten zumindest bereits eine starke Erholung für Bitcoin und Ethereum. So wird für BTC in den nächsten 12 Monaten ein Preisanstieg von immerhin rund 65 Prozent erwartet. Das könnte Bitcoin wieder in Bereiche von 50.000 Dollar bringen. Das Preisziel im Ausblick auf die nächsten 5 Jahre liegt sogar bei knapp 130.000 Dollar.

Noch bullischer ist die Prognose für Ethereum. Hier erwarten die Analysten eine Verdoppelung des aktuellen ETH-Kurses innerhalb eines Jahres. Und bis 2027 soll der Preis sogar auf mehr als 11.000 Dollar klettern. Das wäre ein Wachstum von rund 500 Prozent.

   

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