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Cardano (ADA): Angelegtes DeFi Kapital halbiert und Kritik häuft sich

Die Preiskurve von Cardano (ADA) enttäuscht Anleger in 2022 – und zeigt zugleich, dass das Projekt inhaltlich festgefahren wirkt. Zarte Hoffnungen auf Erfolge für Cardano im DeFi Sektor bewahrheiten sich nicht.

Cardano (ADA) gerät zunehmend in einen Strudel aus Kritik und hausgemachten Problemen. Die Daten von DeFiLlama zeigen aktuell nur noch knapp 200 Millionen US-Dollar hinterlegtes Kapital für DeFi unter Cardano und damit weniger als die Hälfte von gut 400 Millionen US-Dollar, die noch vor wenigen Monaten für DeFi mit ADA bereitstanden. Ganze zehn Projekte erfasst DeFiLlama für Cardano, die sich dem Thema DeFi widmen, und deren Erfolge bleiben aus. In einem verbalen Gerangel legte kürzlich der Mitgründer von Avalanche (AVAX), Emin Gün Sirer, per Twitter den Finger in die Wunde. Eine einziges frisch gestartetes Subnet von Avalanche habe an einem Tag so viel DeFi Kapital angelockt wie Cardano seit seinem Bestehen, zitiert Emin Gün Sirer.

Wie so oft ließ sich Cardano Gründer Charles Hoskinson provozieren und schießt per Twitter zurück. Die Erfolge bei Avalanche seien auf ein unfaires Premining zurückzuführen, deutet Hoskinson an. Doch zum allgemeinen Markttrend, der gegen Cardano spricht, fällt auch Hoskinson keine sinnvolle Erklärung ein. Der erfolgsverwöhnte 34-Jährige reagiert immer dünnhäutiger auf Kritik an seinem Projekt Cardano und muss sich zudem mit fundierten Enthüllungen zu seinem offenbar geschönten Lebenslauf herumschlagen. Aber es war auch Hoskinson, der im Juli 2020 für den Sommer 2021 tausende von DApps und Projekten unter Cardano großmäulig heraufbeschwor – eine Vision, die sich selbst in 2022 bisher nicht annähernd erfüllt.

Die Preiskurve von Cardano spiegelt die enttäuschten Erwartungen wieder: Vor einem Jahr notierte Cardano noch bei etwa 1,40 US-Dollar und konnte rund um das Upgrade Alonzo im September sogar kurzzeitig die Marke von 3 US-Dollar knacken. Doch dann stellte sich heraus, dass Alonzo bei Cardano zwar Smart Contracts möglich macht, aber diese für DeFi nicht wirklich praxistauglich sind. Aktuell ist ADA auf knapp unter 1 US-Dollar gefallen und entfacht kein eigenes Momentum mehr.

Upgrade Hydra später in 2022 soll Cardano wieder aufhelfen

Die Hoffnungen für ein Comeback von Cardano ruhen nun auf dem für spät in 2022 terminierten Upgrade Hydra. Damit sollen auch bei Cardano Sidechains möglich werden, wie etwa bei Avalanche schon jetzt praktiziert. Hoskinso hat zuletzt Oktober als Zieldatum für den Launch von Hydra bei Cardano genannt und prognostiziert spürbar positive Impulse für ADA dadurch.

Fazit: ADA in der Krise – mehr Schein als Sein?

An Cardano scheiden sich in der Kryptoszene die Geister: Das eine Lager glaubt weiter an den streng wissenschaftlichen Ansatz als technologische Basis und ist bereit, Geduld aufzubringen. Die immer größer werdende Schar von Kritikern aber ist zu dem Schluss gekommen, dass bei Cardano Anspruch und Wirklichkeit zu sehr auseinanderdriften und Charles Hoskinson mit seinem großspurigen Auftreten jegliches Vertrauen verspielt hat. Vorhersehbar bleibt: Dynamik bei Cardano kann erst dann wieder einsetzen, wenn der technologische Vorsprung von konkurrierenden Projekten wie Avalanche oder Solana (SOL) aufgeholt wird.

   

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