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Das plant Finanzminister Lindner mit Bitcoin, Blockchain und Co.

Auf dem Digital Finance Forum sollen Lösungen für den Finanzsektor, aber auch für Bitcoin und Co. beantwortet werden. Das ist bisher bekannt.

Vor einer Woche lud Bundesfinanzminister Christian Lindner Vertreter aus dem Finanzsektor zu einem exklusiven Treffen in sein Ministerium ein. Dort diskutierte man über aktuelle Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten für die Branche. Auch die Themen rund um Bitcoin, Blockchain und Co. kamen dabei zur Sprache. Dazu war eine Krypto-Delegation um Peter Grosskopf von Unstoppable Finance, Ulli Spankowski von der Börse Stuttgart und Phillip Sandner von der Frankfurt School auf Einladung vor Ort. BTC-ECHO sprach mit den Beteiligten, um herauszufinden, welche Pläne der Finanzminister für den Krypto-Sektor bereithält.

Zunächst einmal war das Digital Finance Forum (DFF) der Startschuss für eine Reihe weiterer Treffen zwischen den verschiedenen Sektoren innerhalb der Finanzbranche, dem Bitcoin- und Krypto-Space sowie der neuen Führung des Ministeriums um Christian Lindner und dessen parlamentarischen Staatssekretär Florian Toncar. Der Finanzminister ließ kurz nach dem Treffen verlauten:

Die digitale Transformation verändert, wie wir bezahlen, sparen, investieren und uns versichern. Mein Ziel ist, Deutschland zum führenden Standort für digitale Finanztechnologien zu machen. Das Digital Finance Forum bildet hierfür eine entscheidende strategische Säule.

Christian Lindner

Laut Phillip Sandner habe man das erste Treffen dazu genutzt, um Arbeitsgruppen zu bilden und einen allgemeinen Fahrplan zu Bitcoin und Co. zu erarbeiten. Insgesamt werde das DFF zweimal jährlich zusammenfinden. Die Arbeitsgruppen treffen sich nochmals zweimal im Jahr.

Das BMF sei allgemein daran interessiert, was die Finanzindustrie bewegt, so Peter Grosskopf im Gespräch mit BTC-ECHO.

Das BMF will das Forum als Format für einen regelmäßigen Austausch nutzen, um ein gutes Ökosystem für Deutschland zu schaffen, in dem Innovation möglich ist.

Peter Grosskopf

Lindner: Aus Deutschland heraus Europa stärken

Grundsätzlich sehe Christian Linder ein großes Potenzial in der Bitcoin- und Krypto-Industrie, berichtet Ulli Spankowski. Er wolle der Branche Wachstumsmöglichkeiten einräumen. So soll er auf dem Treffen gefragt haben, was denn nötig wäre, um “das Ganze größer zu machen”, erinnert sich der CDO der Börse Stuttgart. Auf jeden Fall habe der Minister positive Signale gesendet.

Der Plan von Christian Lindner sei dabei nicht nur Deutschland, sondern die Wettbewerbsfähigkeit ganz Europas im Vergleich mit den USA und Asien zu stärken. Die Bundesrepublik solle dabei als eine Art Trendsetter fungieren, erklärt Ulli Spankowski BTC-ECHO. Auf konkrete Maßnahmen zu Bitcoin und Co. konnte man sich jedoch noch nicht einigen. Trotzdem geht Phillip Sandner mit einem guten Gefühl aus dem ersten Treffen.

Ich habe schon das Gefühl, dass da mehr Bewegung in die Sache kommt. Der Kanal ist jetzt geöffnet und die Krypto-Industrie kann nun sagen, wo der Schuh drückt.

Phillip Sandner

Viele Baustellen, wenig Zeit

Und der Krypto-Schuh drückt tatsächlich an mehreren Stellen. Vor Kurzem drohte ein Bitcoin-Verbot. Nun gefährdet die jüngst durchgewunkene Transfer of Funds Regulation den europäischen Kryptomarkt. In Deutschland empört sich die Industrie nach wie vor über einen Steuerentwurf des BMF, der die Bundesrepublik als Krypto-Standort unattraktiv machen könnte. Das sieht auch Peter Grosskopf so. Wenn die Regeln zu vielseitig und zu hart seien, dann hemme das die Innovation, sagt der CDO von Unstoppable Finance. Aber den Zusammenhang habe das BMF auf alle Fälle erkannt und Verbesserungen versprochen.

Wann diese Nachbesserungen kommen werden, bleibt allerdings unklar. Portugal schwingt sich aufgrund eines Krypto-freundlichen Kurses vermehrt zum beliebten Bitcoin-Standort in Europa auf. Ulli Spankowski sieht hier die Gefahr, dass Unternehmen und Talente auf die iberischen Halbinsel abwandern könnten. Deutschland müsse sich beeilen, wenn man nicht den Anschluss verlieren wolle. Die Einberufung des Digital Finance Forums ist dabei nur der erste Schritt.

   

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