Ethereum

Drei Gründe für einen Ethereum-Aufschwung auf 4.000 US-Dollar

Drei aktuelle Faktoren könnten dafür sorgen, dass die Ethereum-Kryptowährung Ether (ETH) in diesem Monat zurück auf die psychologisch wichtige 4.000 US-Dollar-Marke klettert.

Google-Suchen nach „Ethereum Merge“ auf dem Höhepunkt

Die Suchanfragen zum kurz bevorstehenden Ethereum-Upgrade, das auch unter dem Schlagwort „The Merge“ bekannt ist, sind in der ersten Aprilwoche deutlich nach oben geschossen, wie die Daten von Google Trends zeigen.

So haben die Suchanfragen nach dem Begriff „Ethereum Merge“ im Zeitraum über die letzten 12 Monate sogar den größtmöglichen Bestwert von 100 Punkten erreicht, wobei der meiste Traffic aus den USA, Singapur, Kanada und Australien stammt.

Suchanfragen für den Begriff ‘Ethereum Merge.’ Quelle: Google Trends

Der „Merge“, auch bekannt unter dem Kürzel ETH 2.0, meint den Umstieg des Ethereum-Netzwerks vom aktuellen Proof-of-Work (PoW) Konsensverfahren auf das Proof-of-Stake (PoS) Konsensverfahren. Da bei diesem Übergang eine Zusammenführung zwischen alter und neuer Blockchain stattfindet, wird dieses Upgrade gemeinhin auch als „Merge“ bezeichnet. Die jüngsten Fortschritte in dieser Hinsicht gelten als treibende Kraft hinter dem momentanen Aufstieg des Ether-Kurses von 2.500 US-Dollar am 14. März bis 3.500 US-Dollar in dieser Woche.

Die Hoffnungen auf den Merge sind nicht zuletzt darin begründet, dass mit dem Upgrade eine Verringerung der Anstiegsrate der Umlaufmenge von Ether eingeht, was dafür sorgen dürfte, dass das vorhandene Angebot der zweitgrößten Kryptowährung schon bald seinen Zenit erreicht und von da an nur noch knapper wird. Durch das PoW-Konsensverfahren ist die Angebotsmenge bisher in jedem Jahr um knapp 3 % angestiegen, ein Umstand, der sich nun ändern wird.

Total Value Staked in ETH 2.0. Quelle: Glassnode

Das erhöhte Interesse am „Ethereum Merge“ lässt also vermuten, dass die Vorfreude bei den Krypto-Anlegern immer größer wird, je näher das Upgrade rückt. Mit Kiln ist im letzten Monat bereits das letzte finale Testnet an den Start gegangen, auf das nun nur noch der eigentliche Umstieg im Laufe dieses Jahres folgen soll.

$ETH

I think we see a drive towards $4000 soon as long as price action remains above this support @ $3400.

Likely a healthy retrace after a test of 4k

Then into a aggressive move to new ATH’s for merge pic.twitter.com/ZDvReVPAWP

— Cactus (@thecryptocactus) April 5, 2022

Verfügbare ETH-Reserven auf Tiefstand

Zugleich nimmt die vorhandene Angebotsmenge von ETH auf den Kryptobörsen immer mehr ab.

Genau genommen sind die Nettoreserven für Ether auf allen Kryptobörsen momentan so niedrig wie zuletzt im August 2018, was darauf schließen lässt, dass die Anleger massenhaft ihre ETH abziehen, um diese selbst langfristig zu halten oder in DeFi-Projekten bzw. den sogenannten Liquidity Pools anzulegen (Stichwort: „Staking“). Hierdurch verringert sich das vorhandene Angebot also noch weiter.

Ethereum-Vermögen auf Kryptobörse. Quelle: Glassnode

Auch die Wallet-Adressen mit einem Guthaben von größer als Null werden immer mehr, was belegt, dass die Adoption und Distribution von ETH ebenfalls immer größer wird. Die unvermeidbare Verknappung wird damit zusätzlich befeuert.

Anzahl der Ethereum-Wallets mit Vermögen von größer als 0. Quelle: Glassnode

Kursmuster stützt Sprung auf 4.000 US-Dollar

Darüber hinaus werden die Chancen auf einen Ether-Kurs von 4.000 US-Dollar noch durch eine klassisches Kursmuster gestützt, das auf neue Zugewinne hoffen lässt.

Das sogenannte „symmetrische Dreieck“ bildet sich in der Regel nachdem sich ein Kurs über längere Zeit innerhalb einer Preisspanne seitwärts bewegt hat, die durch eine gleichermaßen ansteigende untere Trendlinie und abfallende obere Trendlinie gekennzeichnet ist. Wenn der Kurs am Ende dieses spitz aufeinander zulaufenden Musters angekommen ist, folgt in der Regel ein deutlicher Ausbruch nach oben oder unten.

Im Idealfall löst sich das Dreieck in die vorherige Trendrichtung auf, weshalb das Muster auch als Fortsetzung bzw. „Continuation Pattern“ bezeichnet wird.

Allerdings führen symmetrische Dreieck nicht immer zu einer solchen Fortsetzung. So weisen Robert Edwards und John Magee in ihrem Buch „Technische Analyse von Aktientrends“ darauf hin, dass knapp 25 % aller symmetrischen Dreiecke zu Umkehrungen führen, also entwickelt sich der Kurs in die entgegengesetzte Richtung des vorherigen Trends und trotzt damit den Erwartungen.

Die momentane Kursentwicklung von Ethereum scheint eine solche Umkehrung zu sein, denn statt den vorherigen Abwärtstrend fortzusetzen, geht es für den Ether-Kurs nach Ausbruch aus dem Dreieck zuletzt steil nach oben.

Ether-Kursdiagramm mit symmetrischem Dreieck. Quelle: TradingView

Das etwaige Kursziel eines symmetrischen Dreiecks berechnet sich durch den Vergleich der maximalen Abstände zwischen der Oberseite und Unterseite des Dreiecks in Verbindung dem eigentlichen Ausbruchspunkt.

Für ETH/USD ergibt sich daraus ein Kursziel von knapp 4.000 US-Dollar.

   

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