Ethereum

Ethereum will ganz nach oben

Die Nummer 2 der Kryptowelt möchte nicht länger hinter Bitcoin Platz nehmen, sondern an die Spitze vorstoßen. Möglich machen soll dies das große Update, das unter dem Namen Merge bekannt ist. Damit plant Ethereum seine Transaktionen schneller, billiger und energiesparender zu machen. Doch ob diese Pläne ausreichen, um Bitcoin gefährlich zu werden, bleibt fraglich.

Schließlich stößt das Netzwerk bei Merge auf Probleme. Zunächst wollte man das Update im Juni dieses Jahres ausrollen, doch das erscheint nun nicht mehr möglich. Schon im April verkündete Tim Beiko auf Twitter, dass der Termin im Juni nicht zu halten sei. Offenbar gibt es weiterhin kein fixes Datum, doch die Entwickler befinden sich auf der Zielgeraden.

Experten zeigten sich nicht verwundert, schließlich sei die Umstellung von Proof-of-Work auf Proof-of-Stake hoch kompliziert. Die energieintensive Methode des Schürfens steht seit einigen Monaten verstärkt in der Kritik. Das hat sogar dazu geführt, dass man in der Europäischen Union immer noch hinter verschlossenen Türen ein Verbot von Bitcoin diskutiert.

Ethereum möchte sich dieser Diskussion zukünftig nicht mehr aussetzen und setzt nun auf die weniger energieintensivere Methode Proof-of-Stake. Das Verfahren wird bereits von Kryptowährungen wie Cardano oder Solana angewandt.

Kursanstieg oder Strohfeuer?

Mit der Umstellung hofft man bei Ethereum die Attraktivität von Netzwerk und Kryptowährung zu stärken. Manche Analysten sehen daher bereits einen Kursanstieg voraus, weil Ethereum angesichts des bevorstehenden Updates unterbewertet sei. Doch der Weg auf die Höhen von Bitcoin ist noch weit.

Um eine breite Akzeptanz zu erreichen, müssen zweifellos die Gebühren gesenkt werden. Das hat auch Ethereum-Gründer Vitalik Buterin erkannt und eine Grenze von 0,05 Dollar je Transaktion formuliert.

Die Kurse von Ethereum und Bitcoin zeigten sich jedenfalls in den letzten Tagen zunächst noch stabil bevor sie zum Sturzflug ansetzten. Die spektakuläre Zinserhöhung der FED im Ausmaß von 0,5 Prozent war vom Markt zwar genau in dieser Form erwartet worden, verursachten jedoch trotzdem deutliche Verluste bei Kryptowährungen. 

Doch noch ist die Marktkapitalisierung von Bitcoin mehr als doppelt so hoch, wie jene von Ethereum. Zur Umsetzung der ehrgeizigen Pläne von Vitalik Buterin ist es daher noch ein weiter Weg.

   

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