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EZB will «global koordinierte» Regulierung für Krypto

Fabio Panetta, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, sagte, Gesetzgeber auf der ganzen Welt müssen eine Entscheidung darüber treffen, wie sie Kryptowährungen auf Grundlage der potentiellen Risiken regulieren.

Am Montag sprach Panetta an der Columbia University und erklärte, politische Entscheidungsträger auf der Gedankenwelt hätten einige Fortschritte bei der Schaffung eines regulatorischen Rahmens für digitale Vermögenswerte gemacht, seien aber «nicht schnell genug, um mit den neuen Herausforderungen Schritt zu halten». Nach Ansicht des EZB Direktoriumsmitglieds brauche die Welt eine Regulierung für Kryptowährungen auf Grundlage der Regeln der Financial Action Task Force zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, einer stärkeren Offenlegungs- und Meldepflicht im Hinblick auf die regulatorischen Konformität der Branche sowie einer Einführung von «strengen Transparenzanforderungen» und «Verhaltensstandards».

Eines der wichtigsten Anliegen von Panetta war die Frage, wie die Zentralbank und der Gesetzgeber die Besteuerung von Krypto-Vermögenswerten angehen. Er sagte, die derzeitigen Anforderungen seien «minimal» und und es sei «sehr schwierig, steuerrelevante Aktivitäten zu identifizieren». Das EZB-Direktoriumsmitglied schlug vor, Krypto-Vermögenswerte, die auf Proof-of-Work basieren, höher zu besteuern als andere Finanzinstrumente. Grund dafür seien die «negativen externen Effekte, die die Gesellschaft unnötig Geld kosten, wie etwa eine hohe Umweltverschmutzung».

«Wir sollten die Besteuerung von Krypto-Vermögenswerten mit der Besteuerung anderer Instrumente abstimmen und uns angesichts des globalen Charakters des Kryptomarktes um eine Angleichung zwischen den Regionen bemühen», so Panetta. «Die Einführung von Meldepflichten für Transaktionen, die bestimmte Schwellenwerte überschreiten, wie sie erst kürzlich von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorgeschlagen wurde, würde die Transparenz erhöhen und die Steuerhinterziehung bekämpfen.»

Globally coordinated efforts are needed to bring crypto-assets into a regulatory framework, says Executive Board member Fabio Panetta at @Columbia. We must not repeat past mistakes by waiting for the bubble to burst before acting https://t.co/dGo0HV0KmL

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— European Central Bank (@ecb) April 25, 2022

Panetta zufolge sei Europa «führend» bei der Aufnahme von Kryptowährungen in seinen regulatorischen Zuständigkeitsbereich. Die Vereinigten Staaten arbeiten hingegen daran, Kryptodienstleister aufgrund der Risiken zu überwachen. Er verwies auf die Regulierung der Märkte für Krypto-Assets (MiCA) und bezeichnete diese als einen Schritt zur Schaffung eines «harmonisierten europäischen Ansatzes» für Krypto sowie auf die Zusammenarbeit des Financial Stability Board mit anderen Finanzaufsichtsbehörden.

«Wir müssen auf globaler Ebene koordiniert vorgehen, um Krypto-Vermögenswerte in den regulatorischen Zuständigkeitsbereich aufzunehmen. Und wir müssen sicherstellen, dass für sie die gleichen Standards gelten wie für das Finanzsystem. Wir sollten schneller vorankommen, wenn wir sicherstellen wollen, dass Krypto-Assets nicht zu einem gesetzlosen Risikowahn führen.»

In diesem Zusammenhang: Digitaler Euro: EZB-Vorstandsmitglied spricht über aktuellen Stand der CBDC

Die EZB entwickelt eine digitale Zentralbankwährung und die Gesetzgebung für einen digitalen Euro wird für 2023 erwartet. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat bereits angedeutet, die Zentralbank könnte die digitale Währung bis 2025 einführen.

   

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