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Ist der Bitcoin Stromverbrauch zu hoch? – Alle Informationen zum Bitcoin Energieverbrauch

Der Bitcoin galt lange als ein extrem aufregendes Projekt, das mit den Jahren auch im Mainstream immer mehr Anklang fand. Die Kryptowährung war auf dem Weg dazu, eine ernsthafte Konkurrenz für etablierte Währungen zu werden. Doch seit einiger Zeit nimmt die Kritik am Bitcoin zu. Vor allem der Bitcoin Stromverbrauch wird seit Monaten heftig diskutiert.

Der Bitcoin Stromverbrauch ist durch den Prozess des Bitcoin Minings in den letzten Jahren extrem hoch geworden. Durch den hohen Energieverbrauch gilt er als umweltschädigend. Doch was ist an den Vorwürfen dran? Wir schauen uns die Fakten zum Bitcoin Stromverbrauch an.

Was ist der Bitcoin?

Der Bitcoin ist die bekannteste Kryptowährung. Er basiert auf der Blockchain. Im Bitcoin Netzwerk werden Transaktionen zwischen 2 Parteien Peer-to-peer durchgeführt, ohne dass eine dritte Instanz zwischengeschaltet ist. Die Transaktionen werden dabei dezentral verifiziert. Durch die Blockchain kann keine zentrale Instanz Kontrolle über den Bitcoin erlangen. 

Seit seiner Einführung im Jahre 2009 steigt die Beliebtheit des Bitcoins und der Preis für einen Bitcoin erhöhte sich massiv mit den Jahren. Anfangs galt der Bitcoin primär als alternative Währung. In den letzten Jahren wurde die Kryptowährung immer mehr zum Anlageobjekt und Wertspeicher. 

Wie hoch ist der Bitcoin Stromverbrauch?

Das Bitcoin Netzwerk ist dafür bekannt bzw. berüchtigt, einen sehr hohen Stromverbrauch zu haben. Dieser Verbrauch ist mit den Jahren immer weiter angestiegen. Mittlerweile ist dies ein signifikanter Anteil des weltweiten Stromverbrauchs. Der Verbrauch ist größer als der Verbrauch ganzer Länder.

Stand 2022 verbraucht der Bitcoin etwa 125 Terawattstunden Strom pro Jahr. Dies sind 0,59% des gesamten weltweiten Stromverbrauchs. Demnach ist der Stromverbrauch vom Bitcoin höher als der des gesamten Staates Ukraine. 

Warum hat der Bitcoin so einen hohen Stromverbrauch?

Der Prozess der Erstellung neuer Blöcke auf der Blockchain ist sehr energieaufwendig. Als handelt sich dabei um das „Schürfen“ von Bitcoins, das sogenannte Bitcoin Mining. Beim Bitcoin Mining werden neue Blöcke auf der Blockchain erstellt und dabei Transaktionen validiert. Der Konsensmechanismus wird dabei Proof-of-Work genannt. 

Der Proof-of-Work Konensmechanismus und das Bitcoin Mining gelten als sehr energieaufwendig. Die Schwierigkeit steigt dabei mit der Länge der Blockchain an. Bei Proof-of-Work müssen die Miner aufwendige Rechenoperationen lösen, um Transaktionen zu validieren. Dafür ist ein massiver Rechenaufwand notwendig. Diese Rechenpower kann nur durch sogenannte Mining Farmen geleistet werden. Der Stromverbrauch dieser Einrichtungen ist enorm.

Was sind die Folgen des hohen Bitcoin Stromverbrauchs?

Aufgrund des massiven Stromverbrauchs gilt die Bitcoin Kryptowährung bei vielen Personen als umweltschädigend. Der benötigte Strom würde dabei hauptsächlich aus fossilen Energieträgern gewonnen werden. Diese haben eine schlechte CO2-Blianz. Dies mache Bitcoin extrem umweltschädigend. 

Die Geschichte des stark umweltschädigenden Bitcoins nahm vor allem im Jahr 2021 Fahrt auf. So lehnte das Unternehmen Tesla im Frühjahr 2021 Zahlungen in Bitcoin ab, nachdem das Unternehmen zuvor Zahlungen in Bitcoin angeboten hatte. Gründer Elon Musk kritisierte den Bitcoin wegen des Stromverbrauches der Kryptowährung scharf.

Letztens wurde der hohe Bitcoin Stromverbrauch sogar ein Thema in der Politik. Im EU-Parlament ging ein Antrag ein, welcher ein Verbot von Kryptowährungen vorsah, welche den energieintensiven Proof-of-Work Konsensmechanismus nutzen. Dazu gehört eben auch der Bitcoin, auf den das Gesetz abzielte.

Ist der Bitcoin tatsächlich so umweltschädigend?

In der Zukunft sollte der Stromverbrauch vom Bitcoin sich nicht stark senken lassen. Die Rechenoperationen im Bitcoin Netzwerk werden mit der Zeit immer aufwendiger. Der Stromverbrauch sollte weiter wachsen.

Dennoch kann die Umweltschädlichkeit verringert werden. In vielen westlichen Ländern nutzen Bitcoin Miner bereits alternative Energiequellen, um den Strom für das Mining bereitzustellen. Der extrem schädliche Kohlestrom kam primär aus China, wo sich der große Anteil an Mining Farmen befand. Mit dem Verbot des Minings in China änderte sich dies.

Mit der Weiterentwicklung des Mining Prozesses sollte das Bitcoin Mining mit der Zeit energieeffizienter werden. Weiterhin sollten immer mehr Miner auf alternative Energiequellen setzen. Massive Konsequenzen wie mögliche Bitcoin Verbote aufgrund von Umweltschädlichkeit scheinen hier stark übertrieben und von Unwissen heit getrieben.

   

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