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Kraken schließt globalen Hauptsitz in San Francisco: Stadt «nicht mehr sicher»

Die goldene Stadt verliert allmählich ihren Glanz, da eine der größten US-Kryptowährungsbörsen ihren Hauptsitz in San Francisco schließt. 

Der Kraken-Chef Jesse Powell hat eine Ankündigung retweetet, in der es hieß, die Börse würde ihren globalen Hauptsitz im Zentrum von San Francisco schließen. In einer Reaktion auf den ursprünglichen Tweet der politischen Kommentators Richie Greenberg erklärt Powell:

«Wir haben den globalen Hauptsitz von Kraken in der Market Street in San Francisco geschlossen, nachdem zahlreiche Mitarbeiter auf ihrem Weg zum und vom Büro angegriffen, belästigt und ausgeraubt wurden.»

Cointelegraph hat das Kraken-Team um eine Stellungnahme gebeten und wird den Artikel aktualisieren, sobald eine Antwort vorliegt. 

In der Erklärung, die kein gutes Haar am kalifornischen Finanzzentrum lässt, heißt es auch, «San Francisco ist nicht sicher» und im Hinblick auf die Kriminalität gäbe es eine «dramatische Dunkelziffer».

BREAKING: KRAKEN CEO Jesse Powell @jespow today issued a statement regarding rampant crime in San Francisco and the failures of DA @chesaboudin . pic.twitter.com/7gx7PldQM0

— Richie Greenberg (@richieSF2016) April 7, 2022

Die Kryptobörse Coinbase will seinen Hauptsitz in San Francisco im Jahr 2022 ebenfalls schließen. Allerdings wurde die Kriminalität in der Begründung nicht genannt. Coinbase will dem Beispiel seines Konkurrenten Binance folgen und seine Mitarbeiter ausschließlich in Heimarbeit arbeiten lassen.

Die Twitter-Community reagierte auf die Nachricht von Projekten und teilte dabei einige Anekdoten über das Arbeitsleben in San Francisco.

I worked at Market St for few months, it is crazy, it turns into skid row after 6pm. I’m from Europe and never seen anything like it. Still have flashbacks of the things I witnessed. Just tried to look away and not get stabbed. Remember walking in the smell of skunk and pee.

— Markus (@markustallinn) April 7, 2022

Die Lebenssituation sei so schlimm geworden, dass es Apps gibt, die menschliche Abfälle in San Francisco auf einer Karte festhalten. Eine der beliebtesten Apps ist dabei «Snap Crap». Die Apps helfen den Bürgern von San Francisco, sich in der Stadt zurechtzufinden, ohne dass sie in Häufchen treten.

Eine Häufchen-Karte von San Francisco. Quelle: ARCgis

In Kommentaren aus der Twitter- und Reddit-Community hieß es, die steigende Mietpreise hätten zu einer Zunahme von Obdachlosigkeit geführt und die Kriminalität «grassiert». Die Durchschnittsmiete liegt heute bei rund 3.000 US-Dollar pro Monat und der San Francisco Chronicle schätzt, dass mehr als 18.000 Menschen in der Stadt obdachlos sind.

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In einem Bericht aus dem Jahr 2020 hieß es, San Francisco und die umliegende Bay Area weise die höchsten Konzentrationen von Kryptoinvestitionen auf. Aufgrund des Weggangs von Kraken und der sozialen Krise in San Francisco könnte der Einfluss der Region auf Kryptowährungen und die Zukunft des Finanzwesens schwächer werden.

Andere US-Städte und -Bundesstaaten planen, Kryptokapital anzuziehen. Texas hat etwa den Bitcoin (BTC)-Befürworter Ted Cruz zum senator gewählt und der Bürgermeister von Austin hat öffentlich Web3 und Kryptozahlungen gelobt.

   

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