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Kryptos im Bärenmarkt- Wie lange wird der Absturz noch andauern?

Der Kryptomarkt befindet sich seit geraumer Zeit in einem Bärenmarkt. So verlor die bekannteste Kryptowährung, der Bitcoin innerhalb der letzten sechs Monate knapp 40% deines Wertes. Im Zeitraum eines Jahres drittelte sich der Kurs beinahe. Doch nicht nur der Bitcoin taumelt, auch die Altcoins sind im freien Fall. Hier ein Überblick über die Performance der letzten sechs Monate:

Bitcoin:            -37,78%
Ethereum:       -36,48%
Cardano:          -57,72%
Binance Coin: -36,01%
Tether:             +9,22%

Viele der nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährungen sind seit Monaten unter Wasser. Befindet sich der Kryptomarkt nun in einen Bärenmarkt?

Sind Kryptos im Bärenmarkt?

Laut Definition versteht man unter einem Bärenmarkt einen breiten Marktindex, welcher innerhalb von zwei Monaten mindestens 20% an Wert verliert. Umgangssprachlich kann man auch von einem Bärenmarkt sprechen, wenn die aktuelle Stimmung allgemein pessimistisch ist. Kryptowährungen sind mittlerweile also in einem Bärenmarkt angekommen. Doch was sind die Gründe für den Absturz der Währungen?

Warum fallen die Kurse der Kryptowährungen aktuell?

Derzeit gibt es mehrere Gründe, welche die Kurse der Kryptowährungen negativ beeinflussen. Auch wenn Bitcoin, Ethereum & Co nicht direkt vom Ukraine-Krieg oder geopolitischen Krisen betroffen sind, belastet dies die Kurse dennoch. Vor allem Aktien leiden unter den derzeitigen Unsicherheiten am Markt. Da sich die Kryptobranche in den vergangenen Jahren nach und nach dem Aktienmarkt angeglichen hat, führen derzeit ähnliche Geldströme in Kryptowährungen wie in Tech-Aktien. Tech-Investoren sind meist zukunftsorientiert und technologiebegeistert. Folglich investieren Tech-Investoren meist auch in Kryptowährungen. Fließt nun Geld aus Tech-Aktien, wird meist gleichermaßen Geld aus Kryptowährungen entzogen. Da Tech-Aktien in den vergangenen Monaten einen schweren Stand hatten, wurden Kryptos mitgezogen.

Was sind die Gründe für den Tech-Crash?

Um verstehen zu können, wann sich die Kryptokurse erholen werden, ist es somit immens wichtig, die Krise am Aktienmarkt zu verstehen.
Was beeinflusst Tech?

Tech-Aktien hatten im Jahr 2022 einen der schlechtesten Starts in ein Börsenjahr aller Zeiten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits belastet der Ukraine-Krieg, welcher für allgemeine Unsicherheiten am Markt sorgt. Durch den Konflikt steigen jedoch auch die Energiepreise, die Inflation und ein Mangel bestimmter Waren wie Öle oder weitere Agrarprodukte könnte folgen. Zudem bestehen für den europäischen Markt besonders große Risiken, was die Versorgung von wichtigen Rohstoffen wie Gas oder Erdöl angeht. Sollte ein Öl- oder Gasembargo der EU, wie derzeit angekündigt, folgen, könnte dies die europäische Wirtschaft lähmen.

Zinsen, Inflation, Wachstum

Neben dem Ukrainekrieg belasten jedoch weitere Faktoren den Tech-Markt besonders stark. Dies betrifft vor allem die stark ansteigende Inflation. Die allgemeinen Preissteigerungen führen derzeit zu massiven wirtschaftlichen Risiken. Tech-Aktionäre fürchten jedoch vor allem die Bekämpfung der Inflation durch Zinserhöhungen. Durch steigende Zinsen sinkt die Attraktivität von Tech-Investments massiv. Während Anleihen steigen, fallen die Kurse der Tech-Aktien, da durch die steigenden Zinsen eingepreiste, zukünftige Gewinne der Unternehmen in der Gegenwart weniger wert sind. Des Weiteren belasten teils düstere Wachstumsaussichten den Markt.

Wann endet der Bärenmarkt?

Durch die vielen Risiken und begrenzten Chancen befindet sich der Aktienmarkt aktuell in einem deutlichen Bärenmarkt. Dieser greift vermehrt nun auch auf Kryptos über. Kryptowährungen sind zwar auch von Zinssteigerungen, Inflation und vor allem steigenden Energiepreisen betroffen, allerdings bei weitem nicht in dieser Extreme. Der Kryptomarkt wird sich somit erst mit dem Aktienmarkt erholen. Wann dies der Fall sein wird, steht in den Sternen. Wer jetzt Kryptos besitzt, sollte vermutlich nicht verkaufen. Zwar könnten die Kurse weiter fallen, allerdings ist im Markt bereits jetzt viel Negatives eingepreist. Wer jetzt investieren möchte, sollte dies in mehreren Schritten tun.

   

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