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Niederländische Regulierungsbehörde über Krypto: Noch nicht als Zahlungsmittel oder Investment geeignet

Eine niederländische Regulierungsbehörde erklärte, der Markt für Krypto-Derivate sollte auf den Großhandel beschränkt werden. Es werden altbekannte Gründe für diesen Vorschlag angeführt: mangelnde Transparenz, Marktmanipulation und «andere Formen krimineller Aktivitäten».

Am Donnerstag äußerte sich der Leiter der Abteilung für Kapitalmarkt- und Transparenzaufsicht bei der niederländischen Behörde für Finanzmärkte (AFM) Paul-Willem van Gerwen auf dem Amsterdamer Propriety Traders Managers Meeting über den Handel mit Krypto-Derivaten.

Van Gerwen betonte, die AFM betrachte trotz (oder gerade wegen) des steigenden Interesses des Marktes am Handel mit Krypto-Derivaten «diesen Handel als risikobehaftet». Den Markt sehe sie als weniger reif als andere Derivatemärkte an. Die Volatilität sei ein besonderes Problem bei Kryptoprodukten, daher frage sich van Gerwen, ob «die Parteien des Derivatgeschäfts in der Lage sein werden, ihre Versprechen zu erfüllen».

Die AFM ist daher der Ansicht, dass Geschäfte mit Krypto-Derivaten auf den Großhandel beschränkt werden sollten. Van Gerwen räumte ein, die AFM habe im Gegensatz zur britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA einen solchen Handel nicht verboten. Er deutete aber an, dass sie dies sicherlich tun könnte:

«Lassen Sie sich nicht von der Aufregung um diesen Handel anstecken, lassen Sie sich nicht zum Kleinhandel verleiten.»

Er fügte hinzu, «Kryptowährungen und davon abgeleitete Instrumente sind noch nicht als Zahlungsmittel und/oder Investition geeignet».

Er sprach im Zuge seiner Rede auch über die Auswirkungen der Distributed Ledger Technologie auf das Clearing. Hier schlug er einen deutlich optimistischeren Ton an und sprach über die Vorteile der Blockchain für das Clearing. Im Hinblick auf die potenzielle Rolle der Branche äußerte er sich aber erneut zurückhaltend:

«Im Prinzip sind die Eigenhändler nicht am Clearing beteiligt. Die technologischen Entwicklungen könnten jedoch dazu führen, dass ein Peer-to-Peer-Modell entsteht, bei dem die Eigenhändler möglicherweise selbst am Clearing beteiligt sind.»

In diesem Zusammenhang: Binance stellt Handel von Krypto-Derivaten in Spanien ein

Er ermutigte die Teilnehmer, an den tDLT-Pilotprojekten teilzunehmen, die die niederländischen Finanzbehörden in einer Sandbox durchführen.

Im August 2021 hat die niederländische Zentralbank Binance verwarnt, weil die Börse Krypto-Dienste ohne die erforderliche gesetzliche Registrierung angeboten haben soll.

   

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