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Terra (Luna): Coin am Boden – Wie bekomme ich mein Geld wieder?

Nachdem der Terra (Luna) Coin seinen ursprünglich geplanten Wert um einen US-Dollar nicht halten konnte, trauern viele Investoren ihrem Geld nach. Sogar die Rechtsabteilung der Terraform Labs hängt die Schuhe an den Nagel.

Hättest du erwartet, aus deiner Investition in Terra (Luna) mit einem Totalverlust auszusteigen? Im Endeffekt stellte sich heraus, dass der Coin doch nicht so stable war wie er eigentlich sein sollte. Von einem US-Dollar ging es runter auf knapp 0,10 US-Dollar, was einem Verlust von 90 % gleichkommt. Abgesehen von den Verlusten der Investoren, hat sogar die Rechtsabteilung keinen anderen Ausweg mehr gesehen als zu kündigen.

Ein Medium berichtet in diesem Zusammenhang, dass sich Terraform Labs bereits an eine außenstehende Kanzlei in Sachen Rechtsberatung gewandt hat. Zu beobachten ist dies auch auf den offiziellen LinkedIn-Profilen der vormals in der Rechtsabteilung tätig gewesenen Mitarbeiter. Marc Goldich, Lawrence Florio und Noah Axler haben auf ihren Profilen jeweils als Enddatum ihrer Tätigkeit den Mai 2022 angegebn. Bei Marc Goldich als “General Counsel” sieht dies so aus:

Eine Sprecherin der Terraform Labs konnte sogleich vor weiteren Abgängen aus dem Unternehmen entwarnen:

“Die große Mehrheit der Teammitglieder verbleibt im Unternehmen, mit dem Ziel, das Projekt fortzuführen. Terra ist mehr als UST, eine unglaublich ambitionierte Community mit einer klaren Vision, wie ein Neustart aussehen soll. Unser Augenmerk liegt auf der Ausführung unseres Plans.”

Terra (Luna) Coin am Abgrund – Wie bekomme ich mein Geld wieder?

Abgesehen von dem Wertverfall des Stablecoins UST, stellte sich sein Gegenspieler, der Terra-Luna Coin noch schlechter an. Von 120 US-Dollar ging es runter auf knappe 0. Totalverlust. Was kannst du tun?

Die einfachste Option ist: Warten. Auch wenn du gerade nicht vor Optimismus strotzt, arbeitet das Terraform-Team daran, das Projekt wiederzubeleben. So hat Binance CEO Zhao auf seinem Twitter angekündigt, dass Binance keine Ansprüche auf das investierte Geld in Terra erheben wird. Immerhin handelte es sich dabei zum All-time-high um ganze 1,6 Milliarden US-Dollar.

3/ On this same address, we have about $12,000,000 UST from staking over time (not bought). Also never moved or sold.

— CZ 🔶 Binance (@cz_binance) May 16, 2022

Binance will das Investment stattdessen dafür verwenden, um “kleine User” zu entschädigen.

Der zweite Tipp: Du kannst deine Verluste aus dem Stablecoin UST oder Terra-Luna mit anderen Gewinnen ausgleichen! Der Gewinn aus Kryptowährungen stellt in den meisten Fällen für übliche User einen Gewinn aus privatem Veräußerungsgeschäft dar. Auch unter Spekulationsfrist bekannt, musst du Steuern zahlen, wenn du deine Kryptowährungen unter einem Jahr Haltedauer verkaufst. Du kannst aber Verluste von Gewinnen abziehen.

Mit üblichen Usern ist ein normaler Trader gemeint, welcher sich Kryptowährungen kauft und diese wieder verkauft, ohne dies als Gewerbe auszuüben. Ein solcher Verlustausgleich ist übrigens nicht nur in Deutschland vorgesehen, auch andere Länder enthalten oftmals eine solche Regelung für private Veräußerungsgeschäfte oder auch für Kapitalvermögen (Aktien, Anleihen usw.)

Aber Achtung: Damit du einen Verlust auch wirklich abziehen kannst, musst du diesen realisieren. Das heißt, du musst die Kryptowährung innerhalb eines Jahres ab Anschaffungsdatum verkaufen. Falls du also erst vor kurzem deine Terra gekauft hast, wäre vielleicht die erste Option doch die bessere für dich. Behalte aber die Jahresfrist im Auge! Ein Tausch zu einer anderen Kryptowährung würde auch funktionieren, da hier die Jahresfrist wiederum unterbrochen wird.

US-Investoren steht ein ähnliches Mittel zur Verfügung, erzählt uns Tony Dhanjal, Abteilungsleiter für Steuern bei Koinly:

“So wie ein Finanzasset Gewinne erzielen kann, kann es auch Verluste realisieren. Ein Verlust kann vom Gewinn abgezogen werden, um so die Steuer zu reduzieren. Also müsst ihr den Verlust auch umsetzen.”

Sehr ähnlich zur deutschen Regelung lässt sich die Vorschrift in den USA zusammenfassen. Der Unterschied ist, dass Gewinne aus Kryptowährungen nach Dhanjal dort als Einkünfte aus Kapitalvermögen (z.B. Aktien) zählen.

   

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