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Trotz Verlust von 430 Mio. US-Dollar in Q1: Coinbase-CEO «optimistisch wie noch nie»

Die Kryptowährungsbörse Coinbase hat ihren ersten Nettoverlust in Höhe von 430 Millionen US-Dollar im ersten Quartal als börsennotiertes Unternehmen vermeldet. Aber CEO Brian Armstrong sagte in einer Konferenz über die Quartalsergebnisse, er sei «so optimistisch wie noch nie im Hinblick auf unsere Position als Unternehmen».

Die Börse Coinbase hat in ihrem Bericht für das erste Quartal 2022 gemeldet, dass der Umsatz im Vergleich zu 1,6 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2022 um 27 Prozent auf 1,17 Milliarden US-Dollar gesunken sei. Der Umsatz im vierten Quartal 2021 belief sich dabei auf 2,5 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der monatlichen Nutzer, die Transaktionen durchführen, sank ebenfalls um über 19 Prozent auf 9,2 Millione. Im Vergleich dazu waren es im letzten Quartal noch 11,4 Millionen.

Die Coinbase-Aktie ist um 16 Prozent gefallen und schloss bei 73 US-Dollar. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse fiel der Kurs im nachbörslichen Handel dann weiter auf 61 US-Dollar. Seit November 2021 ist die Coinbase-Aktie stetig gefallen. Damals hat sie fast den Höchststand von 380 US-Dollar aus dem Börsengang im April letzten Jahres erreicht.

Trotz der rückläufigen Zahlen erläuterte Armstrong in einer Konferenz zu den Ergebnissen, warum er dennoch weiter optimistisch sei:

«Es gibt so viele Kunden, die zu uns kommen, dass wir alle Kapazitäten brauchen, um alles am Laufen zu halten. Daher sind die schlechteren Zeiten manchmal eine willkommene Abwechslung, da wir uns auf die Entwicklung der nächsten Innovationsschicht konzentrieren können, die uns im nächsten Zyklus zugute kommen wird.»

Armstrong sagte, das Unternehmen sei «gierig, wenn andere ängstlich sind», hole sich Fachkräfte und konzentriere sich auf Projekte und Infrastruktur für die Zukunft. Er sprach auch über den «Elefanten im Raum» in Bezug auf den Gewinnrückgang des Unternehmens:

«Der Markt insgesamt ist rückläufig. Wir verzeichnen ein Abwärtstrend bei wachstumsstarken Technologie-Aktien und riskanten Anlagen. Auch Coinbase und Kryptowährungen werden davon nicht verschont. Die gute Nachricht ist, dass wir als Kryptounternehmen viele verschiedene Zyklen in der Kryptowirtschaft durchlebt haben, darunter auch große Rückgänge. Daher sind wir meiner Meinung nach in einer guten Position, um unter solchen Umständen tätig zu sein.»

Er erinnerte die Aktionäre an einen Prospekt, den das Unternehmen vor einem Jahr veröffentlicht hatte und in dem es hieß, es wolle die Kryptoakzeptanz langfristig fördern und das Unternehmen in etwa an der Gewinnschwelle betreiben.

Coinbase erwähnte in einem Aktionärsbrief seinen kürzlich eröffneten NFT-Markt, auf den die Börse sich verstärkt konzentriere, um Marktführer in diesem Bereich zu werden. Die Börse wolle ihre Plattform auch zu einem «Einstieg in die Kryptoökonomie» machen.

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Armstrong gab an, dass 54 Prozent der aktiven Nutzer der Plattform etwas anderes als Krypto-Handel machen. Er nannte aber keine konkreten Aktivitäten und erwähnte den neuen NFT-Marktplatz in seiner Eröffnungsrede nicht.

Auf die Frage, ob das Unternehmen mit den Aktivitäten auf seinem NFT-Marktplatz zufrieden sei, sagte Armstrong, dass das Unternehmen werde «keine Zahlen zu unseren neuen Initiativen» angeben und fügte hinzu, es gebe «noch viel, was man aufbauen muss und die Chance im NFT-Bereich ist enorm».

Am ersten Tag der Eröffnung des Marktplatzes wurden laut On-Chain-Daten nur 75.000 US-Dollar Transaktionsvolumen in 150 Transaktionen abgewickelt. Das ist nur ein kleiner Prozentsatz angesichts der über 8 Millionen E-Mail-Adressen, die sich in die Warteliste eingetragen hatten.

Abschließend sagte Armstrong, die Branche stecke noch in den Kinderschuhen und Coinbase sehe die Chancen. Er fügte hinzu: «Egal, ob der Markt steigt oder fällt, wir werden weiter bauen.»

   

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