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US-Finanzministerin Yellen fordert technikverträgliche Kryptoregulierung

  • Finanzministerin Janet Yellen fordert erneut eine stärkere Aufsicht über die Kryptobranche.
  • Ihr Ton ist allerdings moderater geworden: Die Regulierung solle Finanz-Innovationen unterstützen, nicht behindern.

Erneut hat US-Finanzministerin Janet Yellen umfassende Regelungen für die Kryptobranche gefordert. In einer Rede am Donnerstag an der American University in Washington sagte Yellen, dass eine verstärkte Aufsicht die Verbraucher schützen und gleichzeitig Innovationen ermöglichen würde.

„In dem Maß, in dem Banken und andere traditionelle Finanzunternehmen sich stärker an den Märkten für digitale Vermögenswerte beteiligen, müssten die regulatorischen Rahmenbedingungen die Risiken dieser neuen Aktivitäten angemessen widerspiegeln.
Und neue Arten von Vermittlern wie Börsen für digitale Vermögenswerte und andere system-immanente, digitale Vermittler sollten einer angemessenen Aufsicht unterliegen.“

Lange Zeit war Yellen, ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank, eine entschiedene Kritikerin von Kryptowährungen. Sie erklärte offen, dass sie überhaupt kein Fan von Bitcoin sei.
Allerdings scheint sich ihre Haltung nach der Bestätigung der Krypto-Verordnung von Präsident Biden zu verändern. Ende letzten Monats hatte Yellen gesagt, sie sehe nun gesunde Innovationen in der Branche, obwohl sie einige Bedenken habe.

Yellen: Digitale Zentralbankwährung wird Jahre brauchen

Nachdem der Präsident grünes Licht gegeben hat, gehören die USA nun zu den über 100 Ländern, die digitale Zentralbankwährungen (CBDC) erforschen. Yellen merkte an, dass eine solche Währung wahrscheinlich „Jahre der Entwicklung benötigen wird, nicht Monate““. Derzeit ist die Entwicklung von Chinas digitalem Yuan am weitesten fortgeschritten und befindet sich nun in der dritten Testphase.
Amerika betreibt seit kurzem eine aktive Krypto-Steuerpolitik als Teil der Finanzierung seines ein  Billion Dollar schweren Infrastrukturgesetzes. Der Kongress hat inzwischen auch auch ein Gesetz über die Meldepflichten der Akteure in der Kryptobranche verabschiedet.
Gleichwohl ist die Politik in den USA und anderen Ländern mit nenneswerten Krypto-Märkten besorgt, dass Kryptowährungen der Kriminalität Vorschub leisten könnten. Erst in der vergangenenen Woche war man in Deutschland gegen „Hydra“ vorgegangen, den größten Darknet-Marktplatz des Internets, und hatte Bitcoin im Wert von 25 Millionen Dollar beschlagnahmt. Die USA verhängten Sanktionen gegen die Website, ebenso wie gegen Garantex, eine Kryptobörse, die beschuldigt wird, Ransomware-Zahlungen entgegenzunehmen.
In ihrer jüngsten Rede warnte Yellen, dass „die Finanzinnovationen der Vergangenheit zu oft nicht den arbeitenden Familien zugute gekommen sind und manchmal die Ungleichheit verschärft haben.“ Sie merkte, ihr Ministerium arbeite gemeinsam mit anderen Behörden an der Regulierung von Stablecoins.

Regulierung ohne Behinderung der Technologie

Außerdem drängte sie auf die Schaffung „technologieneutraler Vorschriften“, um Unternehmen und Verbraucher zu schützen, ohne Innovationen zu behindern. „In vielen Fällen haben die Regulierungsbehörden Befugnisse, die sie nutzen können, um diese Ziele zu erreichen, und das Finanzministerium unterstützt diese Bemühungen“, sagte Yellen.

„Soweit es keine Diskrepanzen gibt, werden wir politische Empfehlungen abgeben, einschließlich einer Bewertung möglicher Regulierungsmaßnahmen und Gesetzesänderungen.“

Neben abderen Institutionen hat die CMIC Crypto Advocate Group die Möglichkeit von Betrug und Manipulation in der Kryptobranche erkannt. Sie arbeitet an Gegenmaßnahmen, und will die Regulierungsbehörden gegen eine sich entwickelnde Krypto-Kriminalität unterstützen.

   

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