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Vertrauen in Stablecoin «unendlich wichtiger» als Sicherheit dahinter: Mitbegründer von VegaX über Stablecoins

Angesichts der aktuellen Auswirkungen des heftigen Einbruchs beim Stablecoin TerraUSD (UST) auf den Markt kommt die Frage auf, welche Rolle sie auf dem wachsenden Kryptomarkt spielen.

Sang Lee, Mitbegründer des Krypto-Finanzdienstleisters VegaX Holdings, mag dezentralisierte Stablecoins lieber als zentralisierte. Er glaubt allerdings, dass Leute diesen Coins vertrauen können müssen. Und das ist genau das Dilemma in dieser Branche.

Im Gespräch mit Cointelegraph am Freitag erklärte Lee, Stablecoins dienen Tradern im Krypto-Ökosystem als einheitliche Rechnungseinheit, wie der US-Dollar auf den globalen Märkten. Er merkte jedoch an, «die Art und Weise, wie sie betrieben werden, ist ebenfalls wichtig».

«Das Wichtigste ist, dass der Coin seine Kopplung beibehält, ansonsten wird diese Rechnungseinheit unzuverlässig und unbrauchbar.»

Lee glaubt, dass Stablecoins nur dann wirklich brauchbar sind, wenn Leute diesen Vertrauen. Dadurch entstehe ein Dilemma, denn er meint, «man kann eine Währung nur verwenden, wenn man ihr vertraut, aber man vertraut ihr nur, weil andere Leute sie auch verwenden». Seiner Meinung nach könne dieses Dilemma von vornherein gelöst werden, indem man vor der Entwicklung sicherstellt, dass es einen umfassenden Anwendungsfall gibt, denn «der Anwendungsfall ist um unendlich wichtiger als die Sicherheit dahinter».

Das Vertrauen und das Design stehen im Vordergrund der Diskussion um den UST-Stablecoin. Er ist unter den Zielwert von 1 US-Dollar gefallen und hat damit seine Kopplung an den US-Dollar verloren. Das hat auch den Kurs von Terra (LUNA) und Bitcoin (BTC) nach stark einbrechen lassen. Da das Vertrauen in den Stablecoin rapide schwand, ist auch seine Verwendung zurückgegangen. Das wiederum hat seinen Wert und den Wert von LUNA stark gemindert.

Laut CoinGecko gibt es heute mindestens 97 Stablecoins in der Kryptobranche, die überwiegend an den USD gekoppelt sind. Das mag zwar nach viel klingen, aber Lee sagt, es sollte «mehr als eine Handvoll» geben, und sie sollten sich um Dezentralisierung bemühen:

«Es kann nicht einen geben, der über alle herrscht. Denn das ist genau das, was wir verhindern wollen.»

Unter den fünf größten Stablecoins nach Marktkapitalisierung bemühen sich nur Dai (DAI) und Magical Internet Money (MIM) um eine Dezentralisierung.

Lee räumt ein, es sei unrealistisch, von den führenden Stablecoins zu erwarten, dass sie sofort dezentralisiert werden. Aber er glaubt, sie sollten «in Zukunft darauf hin arbeiten». Hinter dieser Idee steht der Gedanke, die einzige Schwachstelle bei zentralisierten Währungen zu beseitigen, nämlich den «Mangel an Transparenz und Verantwortung». Genau das versuchen Kryptowährungen.

In diesem Zusammenhang: SEC-Kommissarin Hester Peirce: Regulierung für Stablecoins muss Raum für Fehlschläge lassen

Lee möchte mit dem Aufruf zu Dezentralisierung erreichen, dass die Akteure der Branche sich von ihrer kämpferischen Haltung lösen und freundlicher und kooperativer werden. Er sagte dazu:

«Wir können die Welt zu einem Blockchain-basierten Ökosystem weiterentwickeln, was insgesamt eine gute Sache ist. Aber es ist besser, darüber zu sprechen, was wir in der Blockchain-Branche für wichtig halten, als einfach nur überall zu sagen, dass unsere Technologie besser ist.»

   

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