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Wie erfährt das Finanzamt vom Bitcoin? – Wir beantworten diese Frage!

Viele Anleger von Kryptowährungen möchten sich viel lieber mit Kursprognosen beschäftigen, als sich mit dem Finanzamt auseinandersetzen zu müssen. Doch viele haben auch eine gewisse Angst, dass sie Probleme mit den Steuerbehörden bekommen könnten. Deshalb klären wir heute die Frage: Wie erfährt das Finanzamt vom Bitcoin?

In diesem Artikel nennen wir dir die Details, wie das Finanzamt vom Bitcoin erfährt und wie die Steuerbehörden den Bitcoin bewerten. Mache dir danach nie mehr Sorgen um das Finanzamt und wie deine Bitcoin bewertet werden!

Inhalt

  • 1 Muss ich Steuern auf den Bitcoin zahlen?
  • 2 Wie erfährt das Finanzamt vom Bitcoin?
  • 3 Erfährt das Finanzamt automatisch vom Bitcoin, wenn ich ihn handele?
  • 4 Erfährt das Finanzamt vom Bitcoin, wenn ich vorher meine BTC in Euros eintausche?
  • 5 Wie sieht die Zukunft der Besteuerung und der Nachfrage des Finanzamtes aus?

Muss ich Steuern auf den Bitcoin zahlen?

Der Bitcoin ist eines der beliebtesten Anlage-Objekte, besonders für junge Anleger. Viele Personen legen ihre Ersparnisse in den Bitcoin an und machen mit den Kursanstiegen des Bitcoins hohe Gewinne. Allerdings bleibt oft die Frage offen, wie das Finanzamt mit den Gewinnen durch den Bitcoin umgeht.

Da du mit dem Bitcoin Geld erwirtschaftest, fallen allgemein auch Steuern auf Renditen durch Preissteigerungen des Bitcoins an. Doch es gibt hier auch einige Ausnahmen:

  • Es gibt einen Freibetrag von 600€ innerhalb eines Jahres. Wenn deine Gewinne unterhalb dieses Betrages liegen, musst du keine Steuern zahlen. 
  • Wenn du den Bitcoin länger als 1 Jahr hältst und dir erst danach Gewinne auszahlen lässt, sind diese Erträge ebenfalls steuerfrei.

Mehr Informationen zur Steuer auf Kryptowährungen wie dem Bitcoin findest du in unserem großen Guide zum Thema hier.

Wie erfährt das Finanzamt vom Bitcoin?

Grundlegend solltest du das Thema Steuer beim Bitcoin ernst nehmen, damit du keine Probleme mit dem Finanzamt bekommen willst. Denn grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass das Finanzamt vom Bitcoin erfahren kann. 

Das Finanzamt hat grundsätzlich die Möglichkeit, bei Krypto-Börsen nach den Krypto-Beständen einer Person nachzufragen, wenn der Verdacht besteht, dass die Person Steuern mit Kryptowährungen hinterzieht. Ob eine Börse die Fragen beantwortet, liegt bei der jeweiligen Börse. Die meisten großen Börsen werden jedoch zum Teil Auskunft an das Finanzamt geben. 

Mit diesen Anfragen erfährt das Finanzamt von den Kryptowährungen, die eine Person auf einer Börse handelt. Dabei kann es theoretisch aufgrund dieser Erkenntnisse Anzeige wegen Steuerhinterziehung erstatten, wenn die steuerpflichtigen Gewinne einer Person nicht beim Finanzamt angegeben wurden. 

Auch wenn die Börse sich um Ausland befindet, schützt dies eventuell nicht davor, dass das Finanzamt eine Anfrage stellen kann und dann Informationen über die Trades und die Menge an Kryptowährungen einer Person erhalten kann. Also kann das Finanzamt jederzeit und bei allen möglichen Plattformen über die Menge an Bitcoin erfahren, die eine Person besitzt. 

Erfährt das Finanzamt automatisch vom Bitcoin, wenn ich ihn handele?

Die Frage besteht, ob das Finanzamt automatisch über die Trades mit Kryptowährungen bzw. mit dem Bitcoin erfährt. Dazu bräuchte es eine Schnittstelle mit einem automatischen Datenabgleich zwischen einer Krypto-Börse und dem Finanzamt. So etwas ist bisher nicht bekannt und rechtlich auch fragwürdig. 

In Zukunft wäre es möglich, dass eine automatische Gewinnabführung gesetzlich festgeschrieben werden könnte. Aktien-Broker sind in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet, die Gewinne aus Aktien im Rahmen der Kapitalertragssteuer direkt an das Finanzamt abzuführen. Dies ist bei Kryptowährungen allerdings nicht der Fall. 

Bisher müssen Gewinne durch Kryptowährungen im Rahmen der Einkommenssteuer persönlich durch die natürliche Person angegeben werden. Dabei gelten die oben genannten Ausnahmen, bei denen keine Steuern anfallen. Wir verweisen bei diesem Thema noch einmal auf unseren Steuer-Guide für Kryptowährungen.

Erfährt das Finanzamt vom Bitcoin, wenn ich vorher meine BTC in Euros eintausche?

Sicherlich gibt es zahlreiche Personen, die ihre Bitcoins auf Börsen in FIAT-Währungen wie den Euro eintauschen und dann dieses Geld zurück auf ihr Girokonto zu überweisen. Kann das Finanzamt so über den Bitcoin, der vorher eingetauscht wurde, erfahren?

Das Bankgeheimnis galt lange in der Vergangenheit als wichtiges Gut. Dies ist in Deutschland in der Gegenwart leider nicht mehr der Fall. Es existieren Schnittstellen, bei denen das Finanzamt sich legal mit Banken austauschen kann und somit über Kontobewegungen einer Person erfahren kann. Sicherlich kann man argumentieren, dass dies Steuerhinterziehung vorbeugen soll. Dennoch ist dieser Informationsaustausch hinsichtlich persönlicher Freiheit und Privatsphäre kritisch zu sehen.

Dieser Fakt bedeutet allerdings, dass das Finanzamt so über Gewinne durch Kryptowährungen erfahren kann. Allerdings lässt sich ein größerer Geldeingang auf einem Girokonto zwar erfassen. Allerdings ist es kaum möglich zu erfahren, woher dieses Geld gekommen ist, ob es aus Gewinnen durch Verkäufe von Kryptowährungen oder aus anderen Quellen stammt. 

Sollten Unklarheiten über eine hohe Geldsumme, die auf einem Girokonto eingegangen ist, bestehen, wird das Finanzamt mit hoher Wahrscheinlichkeit bei der entsprechenden Person proaktiv nachfragen. So kann das Finanzamt über den Verkauf von Bitcoin von der steuerpflichtigen Person erfahren.

Wie sieht die Zukunft der Besteuerung und der Nachfrage des Finanzamtes aus?

In der Zukunft wird es immer schwieriger werden, anonym und ohne der Kenntnis des Finanzamtes Bitcoin und andere Kryptowährungen zu handeln oder auch nur in Wallets zu halten. Denn zahlreiche Staaten arbeiten an einer Gesetzgebung, die den Bitcoin und andere Coins de-anonymisieren sollen und damit den Staaten komplette Transparenz zu geben. Dies wird vielen Anlegern, denen Anonymität und Dezentralität wichtig ist, missfallen.

In Zukunft könnte das Finanzamt von jeder Transaktion zumindest auf den großen Krypto-Börsen erfahren und könnte jeden Bitcoin einer entsprechenden Person zuordnen. Denn es gibt bereits Blockchain-Analyse-Firmen, die diese Daten zuverlässig liefern können und er Zukunft immer mehr mit staatlichen Behörden zusammenarbeiten werden.

Deutschland sollte eines der Länder sein, welches ganz vorne dabei ist bei dieser Entwicklung. Der deutsche Staat gilt nicht umsonst als extrem gierig, was Steuereinnahmen betrifft. Von daher solltest du als Person, die Bitcoin und andere Kryptos in Deutschland handelst, von Anfang an ehrlich sein, wenn es um Gewinne aus Handel mit Kryptowährungen geht. 

Wir geben dir daher den Ratschlag, dich entspannt, aber auch mit einer gewissen Verantwortung dem Thema Besteuerung bei Kryptowährungen zu widmen. Die entsprechenden Regelungen machen es in Deutschland gerade Long-Investoren besonders einfach, da diese wohl kaum Steuern auf ihre Investitionen zahlen müssen. Allerdings müssen kurzfristige Trader mehr aufpassen.

   

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