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Wöchentliche Krypto-Abflüsse erreichen Niveau von Juni 21 – Anleger geben Bitcoin-Produkte auf

  • In der vergangenen Woche zogen die viele Anleger ihr Geld aus Bitcoin-Fonds ab.
  • Hauptgrund dürften die als sicher geltenden Zinserhöhungen sein, wobei die US-Federal Reserve Bank und deren weitere Maßnahmen weltweit als Vorreiter gelten.

Laut dem jüngsten Digital Asset Report von Coinshares sind die Abflüsse aus Bitcoin-Produkten so hoch wie seit Juni 2021 nicht mehr. Sie betrugen für die Woche bis zum 29. April 120,1 Millionen US-Dollar, wobei jedoch ein großer Teil durch unerwartete Zuflüsse in Höhe von 38 Millionen US-Dollar bei Token-FTX ( FTT)-Produkten ausgeglichen wurde. Die Bitcoin-Abflüsse in der vergangenen Woche betrugen 132,7 Millionen Dollar und 310,8 Millionen im April.
Coinshares sieht keinen eindeutigen Grund für solch starke Abflüsse, glaubt aber, dass die Baisse-Stimmung von der Politik der US-Notenbank begünstigt wird. In dem Bericht heißt es:

„Es ist schwierig, den genauen Grund dafür festzustellen, außer der aggressiven Rhetorik der US-Notenbank und dem jüngsten Kursverfall.“

Bitcoins stärkster Konkurrent um die Nummer eins unter den Kryptowährungen, Ethereum (ETH), leidet ebenfalls unter der jüngsten Baisse: Produkte, die Zugang zu ETH bieten, hatten Abflüsse in Höhe von 25 Millionen Dollar und MTD-Abflüsse von 82,3 Millionen Dollar.
Andererseits hatten Fonds, die mit der Kryptobörse und NFT-FTX-FTT–Plattform verbunden sind, Zuflüsse in Höhe von 38 Millionen Dollar, aber da FTT-Fonds in die Kategorie „Sonstige“ fallen, ist es unklar, ob das Teil einen längerfristigen Trend bedeutet. Bemerkenswert ist auch, dass der Kurs von FTT in den letzten 30 Tagen um 24,5% gefallen ist.
Die Anlageprodukte Terra (LUNA) und Fantom (FTM) hatten ebenfalls geringe Zuflüsse von jeweils 390.000  und 250.000 Dollar.

Die Fed-Politk und deren Korrelation mit dem Kryptomarkt

Es wird erwartet, dass die Fed die Zinsen dieses Jahr mehrfach anhebt, da die Inflationsrate so hoch ist, wie seit 40 Jahren nicht.So prognostiziert Goldman Sachs, dass die US-Notenbank ihren Leitzins in diesem Jahr noch  mindestens viermal anheben wird.
David Kelly, Chief Global Strategist der Bank, warnte Krypto-Investoren vor großen Verlusten aufgrund der Maßnahmen der Fed. Laut Kelly wird die Zinserhöhung die „Ära der wahnsinnigen Spekulation“ auf dem Kryptomarkt beenden.
Krypto-Analyst Benjamin Cowan sieht allerdings nicht, dass höhere Zinssätze das Wachstum von Bitcoin behindern werden. Er verweist auf historische Daten, die zeigen, dass der Bitcoinkurs in Zeiten von Zinserhöhungen der Fed gestiegen ist.
Bis Ende 2020 sei Bitcoin ein von den traditionellen Märkten unabhängiger Vermögenswert gewesen, so der BitRiver-Finanzanalyst. Ihm zufolge erhielt die Kryptowährung erst nach der Pandemie und den Lockdowns den Status einer spekulativen Anlage und wurde von der Dynamik des US-Aktienindex abhängig.
Analysten zufolge könnte Bitcoin nach der kommenden Zinserhöhng in den USA mit Wachstum reagieren, aber das werde nur geschehen, wenn der Dollar gleichzeitig fällt und die Indizes von S&P 500 und NASDAQ nicht stark nachgeben.

„Zum jetzigen Zeitpunkt ist es unmöglich, definitiv zu sagen, ob der Kryptowährungsmarkt zusammenbrechen wird oder nicht. Neben der Erwartung einer Straffung der Geldpolitik durch die Federal Reserve wird der Markt von geopolitischen Risiken und einer strengeren Regulierung in verschiedenen Ländern beeinflusst.“

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